Kontakte vor Gründung der Vereinigung

10. – 14.12.2011 Österreichische Wirtschaftsmission nach Katar (organisiert gemeinsam von der Gesellschaft für Österreichisch-Arabischen Beziehungen in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich und der Österreichisch-Arabischen Handelskammer; Leitung: STS Mag. Andreas Schieder und WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz). Während der Mission fand auch die Eröffnung einer österreichischen Botschaft und einer Handelsdelegation durch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer statt.

12. – 20.10.2012 Fact Finding Mission nach Katar und Oman gemeinsam mit Vorstandsmitglied Manuel Ungar (Gespräche mit zahlreichen offiziellen Repräsentanten, Firmenvertretern und mit österreichischen Firmen und Repräsentanten).

Zusammenfassender Bericht seit der Gründung der ÖKV

18. – 24.5.2013 Besuch von Fritz Edlinger in Doha zur Präsentation der neugegründeten Vereinigung; Gespräche mit Österreichischer Geschäftsträgerin und Handelsdelegierten; mit Repräsentanten verschiedenster österreichischer Unternehmen; Gespräch bei der Katarischen Wirtschaftskammer; Besuch beim Katarischen Roten Halbmond.

28. – 31.10.2014 Teilnahme am 1st Humanitarian Forum to Support Palestinians in Doha auf Einladung der Katarischen Regierung; Präsentation eines Papers in einer Arbeitsgruppe.

24.1. – 1.2.2015 Begleitung österreichischer Unternehmen zu Gesprächen in Doha (Treffen bei Handelskammer, bei diversen lokalen Unternehmen, bei diversen Ministerien und Behörden; Gespräche mit österreichischem Handelsdelegierten und der Österreichischen Geschäftsträgerin). Teilnahme mit BM a.D. Erwin Lanc am Match Österreich-Katar der Handball WM.

29.01.2016 Vortrag Johannes Benigni „Der Mittlere Osten im Brennpunkt internationaler Energiemärkte“. (Einladung ansehen)

05.10.2016 Vortrag Dr. Theodort Strohal „Europa stagniert- auf in neue Märkte. Markteintritt im Iran, Emiraten und anderen Golfstaaten“. (Einladung ansehen)

05.10.2017 Vortrag Prof. Udo Steinbach „Der Persisch/Arabische Golf. Politisches Ringen im Zeichen von Macht und Modernisierung“.

Prof. Udo Steinbach hat bei seinem Vortrag die gesetzten Erwartungen mehr als erfüllt. In einer knappen Stunde gab er einen faszinierenden Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten und stellte diese auch in einen umfassenden historischen und weltweiten Kontext. Er erläuterte die aktuell prekäre Situation der meisten Staaten der Region, derem Führungen über keinerlei  erfolgversprechende Zukunftkonzepte verfügten. Die durchwegs autorität geführten Staaten seien dominiert von inneren und regionalen Machtkonflikten, welche die mehr oder minder gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Staaten weitaus mehr bestimmten als religiöse Differenzen und Spannungen. Der mit dem irreführenden Etikett „arabischer Frühling“ bezeichnete Aufstand der Jahre 2010/2011 sei als Versuch zu einer umfassenden Veränderung der politischen und sozialen Verhältnisse zu werten, der leider gescheitert ist und zu einer weiteren Verhärtung der Verhältnisse geführt habe. Aus dem hoffnungsvollen Frühling sei inzwischen wieder ein kalter Winter geworden. Prof. Steinbach ist aber trotz des unmittelbar höchst negativen und gefährlichen Zustandes der gesamten Region langfristig durchaus optimistisch, dass die längst überfällige Veränderung der erstarrten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen letztendlich doch gelingen wird. Dafür sieht er einige wenige Anzeichen, es wird letztendlich aber auch vom Verhalten der Großmächte abhängen, ob diese Reformen, die in erster Linie von den Staaten und ihren Menschen selbst getragen und in Angriff genommen werden müssen, gelingen. Das Schicksal des Nahen und Mittleren Ostens ist über viele Jahrhunderte von äußeren Mächten bestimmt worden und es ist höchst an der Zeit, dass sich die Völker der Region davon befreien und ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen.

Redakteur Kurt Seinitz, der die Moderation souverän mit großer Sachkenntnis besorgte, hat in seiner Einleitung auf die jahrzehntelangen engen Beziehungen Österreichs mit den arabischen und islamischen Staaten hingewiesen. In humorvoller Weise hat er über den ersten Besuch eines österreichischen Bundeskanzlers in Katar 1995 berichtet.

Generaldirektor Karl-Heinz Strauss hat zu Beginn in seiner Eigenschaft als Präsident der Österreichisch-Katarischen Vereinigung aber auch vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen als  Chef der Firma PORR auf die wirtschaftlichen Beziehungen zu den Golfstaaten und ganz besonders auf jene zu Katar, wo 2022 die Fußball-Weltmeisterschaften abgehalten werden, verwiesen.

Der Vortrag wurde aufgezeichnet und wird in Kürze in Form einer kleinen Broschüre zur Verfügung stehen. InteressentInnen wenden sich bitte an das Sekretariat der Österreichisch-Katarischen Vereinigung, Tel. 01 5267810, E-Mail: office.vienna@saar.at.

20.11.2017 Steinbach-Vortrag: hoch aktuell und interessant!.

Der Vortrag von Prof. Udo Steinbach am 5. Oktober war zweifellos ein Erfolg. Steinbach hat wieder einmal seinen Ruf, zu den absoluten Top-Nahostexperten im deutschsprachigen Raum zu zählen, eindrucksvoll bestätigt. Er hat es tatsächlich geschafft, in knapp einer Stunde einen ausgezeichneten Überblick über die wichtigsten Faktoren, welche die gegenwärtige Situation in den arabischen Staaten charakterisieren, zu geben. Natürlich hat er – wie das Thema des Vortrages es ja bereits angekündigt hat – sich auch ausführlich mit dem aktuellen Konflikt zwischen Katar und den Staaten der arabischen Anti-Terrorallianz Saudi Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrein und Ägypten befasst. Dabei hat er mit seiner Meinung, wonach der Vorwurf einer Unterstützung radikal-islamistischer Organisationen durchaus berechtigt sei, aber zweifellos für beide Seiten in diesem Konflikt zutreffe. Wenn man sich die einzelnen Punkte des 13 Forderungen umfassenden Ultimatums an Katar genauer ansieht, so kann man leicht erkennen, dass andere Fragen wie beispielsweise die Berichterstattung von Al Jazeera, welche vielen arabischen Staaten seit Jahren ein Dorn im Auge ist, weitaus bedeutsamer sind.

Steinbach hat sich auch sehr kritisch mit der weitgehenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Stagnation in nahezu allen Nahoststaaten auseinandersgesetzt, deren Führungen er im Großen und Ganzen eine völlige Konzeptlosigkeit für die weitere Entwicklung ihrer Staaten vorwirft.

Obwohl Steinbach zum Ende seiner Ausführungen sich selbst als Optimisten bezeichnete, war der Vortrag insgesamt eine eher düstere und äußerst kritische Bestandsaufnahme. Steinbach entschuldigte sich, dass er aus Zeitgründen darauf, was seiner Meinung nach zur Verbesserung der krisenhaften Situation zu tun sei, nicht zu sprechen gekommen ist. Aber gab zu erkennen, dass er sich darüber sehr auch bereits ausführlich Gedanken gemacht habe, und zu einem späteren Zeitpunkt gerne einmal darüber sprechen würde. Die nächste Einladung an Prof. Udo Steinbach liegt also bereits in der Luft.

Anhang: Nahostinformationen01

20.02.2018 Bericht zum Benigni-Vortrag: „Ausblick auf die Entwicklung der Treibstoffe“

Der Vortrag von Johannes Benigni am 15.2.2018 war ein voller Erfolg. Herr Benigni stellte wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis, dass er zweifellos der österreichische Topexperte auf dem Gebiet der internationalen Energie- und Rohstoffpolitik ist. Nicht von ungefähr ist seine in Wien und Singapur tätige Beratungsfirma „JBC Energy Group“ eines der gefragtesten und erfolgreichsten Unternehmen weltweit. Die Österreichisch-Katarische Vereinigung ist stolz darauf, Johannes Benigni und sein Unternehmen zu ihren Mitglieder zählen zu dürfen.

Die ca. 50 Personen, die den im Großen Sitzungssaal der Fa. PORR veranstalteten Vortrag folgten, erhielten in knapp 70 Minuten einen faszinierenden Überblick über die wesentlichsten Entwicklungen auf den internationalen Treibstoffmärkten. Benigni geizte auch nicht mit fundierter Kritik an den Widersprüchlichkeiten der offiziellen Energiepolitik.

Wir stellen InteressentInnen gerne die Powerpoint-Präsentation zur Verfügungen. Bestellungen per Mail an office.vienna@saar.at.